Neue Vorschriften, steigende Energiepreise und zunehmendes Umweltbewusstsein machen die Wahl der Fenster zu einer der wichtigsten Entscheidungen für das Haushaltsbudget und den Immobilienwert. Mit dem Inkrafttreten des deutschen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) werden Investoren mit einer konkreten Aufgabe konfrontiert: wie kann ein Haus an moderne Standards angepasst werden, damit Wärmeverluste realistisch reduziert und attraktive Förderprogramme in Anspruch genommen werden können? Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Verständnis eines Parameters.
Das GEG-Gesetz und die Standards für moderne Fenster – was hat sich geändert?
Das novellierte GEG (Gebäudeenergiegesetz) legt klare Standards für das Baugewerbe fest. Obwohl die Vorschriften den Einbau von Fenstern mit schlechteren Parametern in ganz konkreten Sonderfällen zulassen, ist für die Standardmodernisierung eines Wohnhauses der sogenannte Referenzwert verbindlich. Demnach sollten Ihre neuen PVC-Fenster die folgende Bedingung erfüllen:
Der Uw-Wert darf nicht höher als 0,95 W/(m²K) sein.
Wichtig dabei ist, dass dies genau derselbe Wert ist, der den Weg zur Inanspruchnahme von Fördermitteln aus Programmen wie denen der BAFA oder der KfW-Bank frei macht. Daher ist in der Praxis eben der Wert von 0,95 W/m²K heutzutage zu einem realistischen Maßstab für die Qualität und Rentabilität einer Investition geworden – eine Zahl, die man sich merken sollte, wenn man einen Fensteraustausch plant.
Welche Fenster erfüllen die Anforderungen und sind förderfähig?
In der Praxis bedeutet das Erreichen eines Uw-Wertes von 0,95 W/(m²K) die Wahl von Fenstern mit einer durchdachten, energieeffizienten Konstruktion. Gerade in diesem Segment bieten PVC-Fenster ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Was bewirkt, dass ein Fenster wirklich „warm“ wird?
- Dreifachverglasung – zwei mit Edelgas (z. B. Argon) gefüllte Kammern isolieren deutlich besser als eine einzelne Kammer in alten Fenstern. Es ist empfehlenswert, einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,6 oder sogar 0,5 W/m²K allein für das Verglasungspaket (Ug) anzustreben,
- „Warme Kante“ Abstandshalter – ein kleines, dennoch extrem relevantes Element am Rand der Fensterscheibe. Es besteht aus Kunststoff statt aus Aluminium und verhindert den Wärmeverlust an der Verbindungsstelle zwischen Rahmen und Glas.
- Mehrkammerprofil – fortgeschrittene Fensterrahmenprofile mit 6 oder mehr Kammern bilden eine wirksame Barriere gegen Kälte.
Für die Beantragung von Fördermitteln im Jahr 2025 sind neben der Erfüllung der technischen Voraussetzungen auch der fachgerechte Einbau und die Erstellung der Dokumentation durch einen zertifizierten Energieberater wichtig.
Und wie verhält es sich mit Aluminiumfenstern und Eingangstüren?
Die Energieeffizienz eines Hauses stellt ein System miteinander verbundener und zusammenwirkender Elemente dar. Daher legt das GEG-Gesetz Anforderungen für alle Außenelemente fest:
- Aluminiumfenster – dank moderner Technologien, wie etwa fortgeschrittener Wärmedämmung, erreichen die heutigen Aluminiumfenster problemlos den geforderten Uw ≤ 0,95 W/m²K. Sie sind die ideale Wahl für große Verglasungen und moderne Designs, denn sie verbinden hervorragende Dämmeigenschaften mit minimalistischem Design und außergewöhnlicher Langlebigkeit.
- Eingangstüren – sie sind das „Aushängeschild“ des Hauses, aber auch eine wichtige Barriere gegen Kälte. Obwohl die Mindestanforderung des GEG bei Ud ≤ 1,8 W/m²K liegt, sollten Sie für eine Förderung Türen mit einem Ud-Wert von ≤ 1,3 W/m²K ins Auge fassen.
Die Entscheidung für die GEG-Richtlinien einhaltenden Fenster und Türen bringt Vorteile in dreierlei Hinsicht. Erstens: Sie senken Ihre Heizkosten spürbar und merken den Unterschied bereits im darauffolgenden Winter. Zweitens: Sie erhöhen Ihren Wohnkomfort, indem Sie Kälte und Zugluft von den Fenstern fernhalten und sich besser vor Lärm schützen. Drittens: Sie steigern den Wert Ihrer Immobilie, indem Sie in einen modernen und auf dem Markt gefragten Standard investieren.
Wie lassen sich Komfort, Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung von Vorschriften miteinander verbinden?
Die Anpassung an die Anforderungen des GEG ist weniger eine Verpflichtung als vielmehr eine Chance für eine kluge und zukunftsorientierte Investition. Sich im Dschungel der Vorschriften und technischen Parameter zurechtzufinden, kann jedoch eine Herausforderung sein. Daher ist es hilfreich, sich für einen bewährten Partner zu entscheiden, der die Besonderheiten und Anforderungen des deutschen Marktes genau nachvollziehen kann.
